Martin Nauer
 

 

Martin Nauer (Siebnen, SZ) - Akkordeon 

Martin ist eine Ausnahme-Erscheinung, da er ohne Kenntnisse der Notenschrift über eine erstaunliche Technik und Perfektion sowie eine Vielseitigkeit verfügt, die weit über den Volksmusikbereich hinausgeht. Er wuchs in Schwyz als Spross des Schwyzerörgelers und «Örgeli Doktor» Martin Nauer senior auf. Als er 5 Jahre zählte, zeigte ihm sein Vater die ersten Griffe auf einem kleinen Knopfgriff-Akkordeon. Nach einigen Jahren unterrichtete ihn Walter Grob in Meierskappel im Fingersatz. Hans Frey, Ernst Inglin, die «HUSERBUEBE», die Kapelle «Heirassa», hernach vor allem Willy Valotti u.a., mit denen er von seinem 10. Lebensjahr an gelegentlich zusammenspielen durfte, trugen als Vorbilder zu seiner Virtuosität bei. In Siebnen, wo er später Wohnsitz nehmen und sich ab 1989 als Akkordeon- und Schwyzerörgeli-Reparateur etablieren sollte, erlernte er den Metzgerberuf. Zu dieser Zeit begann seine Engagements mit Edi Galliker und Arthur Horat, gefolgt von den ersten Plattenaufnahmen 1974 mit Oswald Föhn und Oswald Leimbacher, beide Akkordeon.

1973 war er für 3 Jahre auch Mitglied bei der Kapelle Martin Beeler. 1975 holte ihn Carlo Brunner in seine Formation, die im Zuge der mehrfachen erfolgreichen Teilnahme am internationalen «Grand Prix der Volksmusik» ab 1987 die Bezeichnung «Superländlerkapelle» erhielt. Damit begann für Martin Nauer eine rege Tätigkeit am Fernsehen, auf Bühnen im In- und Ausland sowie im Aufnahmestudio zusammen mit diesen Musikern an (über 25 LP`s, plus 5 LP`s mit Martin Beeler, 1 LP mit den HUSERBUEBE usw.) Ab 1980 besuchte er verschiedentlich in Amsterdam den holländischen Jazz-Akkordeonisten Johnny Meyer und empfing durch ihn wesentliche Impulse. Den vorläufig letzten wichtigen Kontakt knüpfte er 1989 zu Philipp Mettler, mit dem er u.a. dessen beide ersten CD`s einspielte.

Seit 2020 spielt Martin Nauer bei den HUSERBUEBE mit und ergänzt mit seinem Akkordeonspiel den «typischen» Husersound.

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